Personen in Vignetten

Ihnen werden hier ausgewählte Personen in kurzen biografischen Vignetten vorgestellt (alphabetisch)
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Die Texte basieren i.W. auf den Angaben aus der "Enzyklopädie der Epileptologie" von G. Krämer.
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Personen mit Bedeutung für die Geschichte und Entwicklung der Epileptologie und der DGfE

A B C

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Philipp Bamberger (1898 - 1983)
Heidelberg 

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium in München. 1931 Habilitation an der Universitätskinderklinik in Greifswald. 1932 Wechsel an die Universitätskinderklinik Hamburg; 1937 ordentlicher Professor für Kinderheilkunde und Direktor der Kinderklinik in Königsberg, 1946 an die Universitätskinderklinik Heidelberg berufen; 1961-1963 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde. 


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Eberhard Bay (1908 - 1989)
Düsseldorf 

Deutscher Neurologe. Studium in Tübingen, Kiel, Wien und Berlin 1932 Promotion; ab 1934 an der Neurologischen Klinik am Hansaplatz bei Paul Vogel. War ab 1937 NSDAP-Mitglied und tätig für das Erbgesundheitsgericht. 1940 Habilitation für Psychiatrie und Neurologie in Berlin, später Wechsel nach Heidelberg (erneut bei Paul Vogel), 1963-1964 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. 


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Raffaele Canger (1938 - 2019)
Mailand

Italienischer Neurologe und Psychiater, klinischer Neurophysiologe und Epileptologe. Studium in Mailand. 1964-1966 an der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg in Deutschland bei Dieter Janz; 1967 Facharzt für Psychiatrie, 1969 Spezialist für neurologische und mentale Krankheiten; ab 1983 Associate Professor am Lehrstuhl für Neurologie der Universität Mailand; ab 1986 Leiter des regionalen Epilepsie-Zentrums der Universität Mailand. 1972 Mit-(Neu-)Begründer der Italienischen Liga gegen Epilepsie. 1989 zusammen mit Dieter Janz Initiierung von Epilepsie-Seminaren in Gargnano am Gardasee. 1985-1989 Vizepräsident des International Bureau for Epilepsy. 1977 „Ambassador for Epilepsy“ 


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Heinz Caspers (1921 - 2005)

Deutscher Neurophysiologe. Medizinstudium in Marburg und Münster, ab 1950 wissenschaftliche Laufbahn im Fachgebiet Physiologie, Habilitation 1955; 1964 außerordentlicher Lehrstuhl für Neurophysiologie an der Universität Münster, ab 1970 Nachfolger Erich Schütz als Direktor des Physiologischen Instituts; ein wissenschaftlicher Schwerpunkt war die experimentelle Epilepsieforschung; 1970 Gründungsherausgeber der Zeitschrift „EEG-EMG“. 1960 als erster Empfänger des Berger-Preises der Deutschen EEG-Gesellschaft,1967-1968 deren Präsident, 1973 gemeinsam mit seinem Schüler Erwin-Josef Speckmann Michael-Preis.


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Otto Creutzfeldt (1927 - 1992)

Deutscher Neurophysiologe, Sohn von Hans Gerhard Creutzfeldt. Studium in Freiburg, Promotion bei Richard Jung. Ab 1962 am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, ab 1965 dort Direktor der Neurophysiologie. 1965 mit dem (Hans-) Berger-Preis. Ab 1971 Direktor der Abteilung Neurobiologie am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Schüler Creutzfeldts waren u.a Bert Sakmann und Wolf Singer. Berühmtes Werk: „Cortex cerebri“ (Berlin 1983)


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

D E F

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Rolf Degen (1926 - 2012)
Bethel

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium in Leipzig, Promotion 1955; 1964 Habilitation, 1966-73 Leiter der Abteilung für Neuropädiatrie in Leipzig; 1973-91 nach Flucht in die Bundesrepublik Deutschland Leiter der EEG-Abteilung und Sprechstunde für anfallskranke Kinder in Bethel; 1974 außerordentlicher Professor für Pädiatrie an der Universitätsklinik Münster; 

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Hermann Doose (1927 - 2018)
Kiel 

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium in Kiel und Freiburg im Breisgau. In den 1950er-Jahren Leitung des ersten EEG-Labors in einer deutschen Kinderklinik und einer Epilepsieambulanz („Krampfzentrale Schleswig-Holstein‟); 1975-1992 Direktor der Klinik für Neuropädiatrie in Kiel und Ärztlicher Leiter des Norddeutschen Epilepsie-Zentrums für Kinder und Jugendliche in Raisdorf. Er erarbeitete die Abgrenzung der juvenilen und frühkindlichen Absencenepilepsie, beschrieb 1964 die Epilepsie mit myoklonisch-astatischen Anfällen. Gründungsmitglied und 1976-1977 Vorsitzender der Gesellschaft für Neuropädiatrie. 1970-1971 Präsident der Deutschen EEG-Gesellschaft. 1963 Michael-Preis, 1985 Berger-Preis der Deutschen EEG-Gesellschaft, 2004 Foerster-Medaille der DGfE. Ehrenmitglied der Gesellschaft für Neuropädiatrie, der Schweizerischen Epilepsie-Liga und der Italienischen Liga gegen Epilepsie -> Nachruf in CEPI -> Nachruf ILAE

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Rudolf Dreyer (1910 - 1998)
Bethel

studierte in Bonn, Freiburg und Kiel
Weiterbildung in Bethel; vertiefte Kenntnisse der Neurophysiologie bei R. Jung
ab 1950 Oberarzt in Bethel, später lange leitender Arzt der Klinik Mara.
Schrieb bereits 1960 umfassenden Lehrbuch-Beitrag zur Therapie der Epilepsie *
1972 Michael-Preis, Ehrenmitgliedschaft

-> wikipedia über Rudolf Dreyer
-> *In: Psychiatrie der Gegenwart (Band II), Springer 1960: 778-868

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Dorothea Freudenberg (1928 - 2023)
Berlin

Deutsche Diplom-Psychologin mit besonderer Epilepsieexpertise. Ausbildung und Tätigkeit als Fürsorgerin (Jugendwohlfahrtspflege); 1955-1960 Psychologiestudium in Freiburg i. Br. und München; 1960-1969 Diplom-Psychologin an der Neurologischen Abteilung der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg (bei Philipp Bamberger), 1970-1993 an der Klinik für Kinder und Jugendliche des Epilepsie-Zentrums Kehl-Kork (bei Ansgar Matthes und Rolf Kruse). 1971 Promotion zum Dr. phil. („Die Pyknolepsie des Kindesalters. Eine psychodiagnostische Untersuchung“)


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

G H I

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Pierre Gloor (1923 - 2003)
Montreal

Schweizer-kanadischer Neurophysiologe und Epileptologe, 1942-1948 Studium in Basel und Lausanne, Promotion 1949. Facharztausbildung am Hospital Louis Pasteur Colmar; 1952-1957 Fellowship für EEG und klinische Neurophysiologie sowie Beginn einer kontinuierlichen Tätigkeit am Montreal Neurological Institute (MNI) und der McGill-Universität in Kanada. Dort Zusammenarbeit u.a. mit Wilder Penfield und Herbert Jasper. 1968 Full Professor an der McGill-Universität, 1961-1984 Leiter des EEG-Labors; beschäftigte sich besonders intensiv mit dem Temporallappen sowie dem limbischen System. Präsident der Kanadischen und US-amerikanischen EEG-Gesellschaft; 1975-76 Präsident der American Epilepsy Society. 1962 Robert-Bing-Preis der Schweizerischen Akademie der Wissenschaften, 1979 Michael-Preis, 1981 Lennox-Award der AES (seit 2018 Founders-Award). 1988 Jasper-Award, 1990 Penfield-Award der Kanadischen Liga gegen Epilepsie, 1994 Forschungsanerkennungspreis der AES und Milken-Familienstiftung, seit 1997 wird von der ACNS jährlich ein nach ihm benannter Preis

Näheheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Stefanie Gronmeyer (1914 - 2003)
Hamburg

Deutsche Sportlehrerin und engagierte Vertreterin der Epilepsie-Selbsthilfe. Aufgewachsen und ausgebildet zur Lehrerin in Breslau. 1937 Übersiedlung nach Hamburg. Ein Sohn erkrankte nach einer Pockenimpfung und Enzephalitis an Epilepsie. Erstes Laien-Mitglied der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie. 1970 innerhalb der Hamburger Lebenshilfe Gründung einer Arbeitsgruppe für Anfallskranke, 1973-1977 erstmals Einrichtung von Wohnheimen für Gruppen Anfallskranker und 1976 erstmals Durchführung von Freizeitmaßnahmen für Anfallskranke; 1984 Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Anfallskranke, Hamburg“ als erster Epilepsie-Selbsthilfegruppe in Deutschland; 1984 Kinderschutzpreis des Deutschen Kinderschutzbundes, 1985 Silberne Ehrennadel der Bundesvereinigung der Lebenshilfe, Bundesverdienstkreuz, Ehrenbürgerschaft der Stadt Hamburg 


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Gunter Gross-Selbeck (1939 - 2026)
Düsseldorf

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe, Studium in Freiburg, Wien und Kiel. Promotion 1966. 1969-1978 Weiterbildung und Oberarzt bei Hermann Doose in Kiel. Habilitation 1978. 1979-2004 Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums Düsseldorf-Gerresheim. Ab 1984 Professor der Universität Düsseldorf. Mitbegründer der Sozialpädiatrie. Großes Engagement in fernen Ländern wie Nepal und der Mongolei, Autor zahlreicher Bücher


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Otto Hallen (1921 - 2006)
Mannheim 

Deutscher Neurologe und Epileptologe. Studium an den Universitäten Marburg, Bonn, Düsseldorf, Freiburg i.Br. und Danzig. ab 1948 an der Nervenabteilung Heidelberg, 1955-56 an der Psychiatrischen Universitätsklinik „Burghölzli“ in Zürich; 1959 Habilitation für Neurologie, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik der Städtischen Krankenanstalten Mannheim der Universität Heidelberg. Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie, 1971-1987 Mitherausgeber der Zeitschrift „Nervenarzt. 1968 mit der Erb-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. -> Nachruf in Nervenarzt


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Uwe Heinemann (1944 - 2016)
Berlin 

Deutscher Neurowissenschaftler und experimenteller Epileptologe, Medizinstudium in München, 1970 Promotion bei Otto D. Creutzfeldt; Ph.D.-Studium in Oxford; 1972-82 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neurobiologie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München bei Hans Dieter Lux; 1982-1985 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft am Physiologischen Institut Würzburg; 1986-1993 Professor für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Institut für Physiologie der Universität Köln; 1993-2012 Direktor des Instituts für Neurophysiologie am Johannes-Müller-Zentrum für Physiologie der Charité Berlin, danach Senior-Professor am von ihm gegründeten Neurowissenschaftlichen Forschungszentrum an der Charité. 1977 und 1987 Michael-Preis; 1988 Alfred Hauptmann-Preis, viele weitere Auszeichnungen.  -> Nachruf ILAE


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Stefan Heiner (1942 - 2026)

Germanist, Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur. Promotion in Berlin; Arbeit als Journalist. Großes Engangement in der Epileptologie. Bis 1996 Leiter des IZE. Aktive Mitarbeit im IBE- Mit-Betreiber der Filmdatenbank der DGfE


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

J K L

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Dieter Janz (1920 - 2016)
Heidelberg

Deutscher Neurologe und Epileptologe. Studium in Marburg, Prag, Frankfurt am Main sowie Freiburg im Breisgau, ab 1946 Facharztausbildung bei Neurologen Paul Vogel in Heidelberg an der Nervenabteilung der Ludolf-Krehl-Klinik, 1947 Promotion; Weiterbildung in Psychiatrie in Heidelberg bei Kurt Schneider, in Epileptologie in Zürich bei Friedrich Braun und in Neurologie in London bei Macdonald Critchley. 1955 Habilitation („Die Petit mal-Epilepsien“), 1957-1971 Oberarzt an der Nervenklinik, 1973-1988 Professor und Lehrstuhl für Neurologie sowie Leiter der Abteilung Neurologie am Klinikum Charlottenburg der Freien Universität Berlin; beschäftigte sich u.a. mit der Abhängigkeit epileptischer Anfälle vom Schlaf-Wach-Rhythmus, der Syndromatik und genetischen Aspekten von generalisierten Epilepsien; mit Walter Christian erste systematische Beschreibung der juvenilen myoklonischen Epilepsie. 1973-81 Vizepräsident der ILAE; regte 1962 die Gründung der Stiftung Michael an; zu seinen Ehren vergibt die Prof. Peter Wolf und Jytte Wolf-Stiftung seit 2016 jährlich den Janz-Preis, 1999 „Lifetime Achievement Award“ durch die ILAE, 2004 Foerster-Medaille der DGfE. 1969 Herausgabe seines Epilepsie-Lehrbuchs ->Nachruf ILAE ->Mehr auf unserer Website


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Richard Jung (1911 - 1986)
Freiburg

Mediziner (v.a Neurologe und Neurophysiologe). Lernte von bedeutenden Wissenschaftlern seiner Zeit, u.a O. Foerster, W.R. Hess, Lord Adrian, K Kleist. Beteiligt an den ersten technischen Errungenschaften der Neurophysiologie mit Kornmüller & Tönnies in Berlin-Buch. Lange Tätigkeit als Direktor der Neurologischen Klinik in Freiburg i.Br. ; Wegbereiter der klinischen Neurophysiologie in Deutschland incl. der wissenschaftlichen Anwendung des EEG, Begründung der Deutschen-EEG-Gesellschaft 1950, 1969/70 Vorsitzender der DGN.

-> Beitrag zum 100. Geburtstag in "Der Nervenarzt"

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Rolf Kruse (1928 - 2010)
Kehl-Kork 

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe Studium der Medizin und Musik in Leipzig. 1964 Anerkennung als Facharzt für Kinderheilkunde. 1965 Habilitation über das „myoklonisch-astatische Petit mal“. 1969 Wechsel als zweiter Chefarzt an die Neuropädiatrische Klinik am Epilepsiezentrum Kork, bis 1985 gemeinsame Leitung mit Ansgar Matthes und Ausbau; zusammen mit Matthes Gründungsinitiative der späteren „Gesellschaft für Neuropädiatrie“. 1983-85 Vorsitzender der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie; 1966 Michael-Preis. -> Nachruf IN CEPI


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Hans-Dieter Lux (1930 - 2009)
Berlin

Deutscher Neurophysiologe und experimenteller Epileptologe.1947-1954 Studium der Medizin und Physik in Göttingen; 1956-1960 Assistent am Max-Planck-Institut für Hirnforschung und 1960-1962 am Physiologischen Institut der Universität in Göttingen; 1962-64 Forschung am MPI für Psychiatrie in München; 1964-1966 Fellowship am NIH. 1967-1971 erneut am MPI für Psychiatrie in München; 1971 Habilitation, ab 1972 außerplanmäßiger Professur und Übernahme der Leitung der Abteilung für Neurophysiologie am MPI für Psychiatrie in München. 1965 mit dem (Hans) Berger-Preis, 1977 Michael-Preis 

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

M N O

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Walter R Mann (? - ?)
Friedrichshafen

Direktor der Rhein-Pharma Arzneimittelgesellschaft mbH

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Ansgar Matthes (1924 - 2008)
Kehl-Kork 

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium in Berlin, Würzburg und Heidelberg, ab 1952 wissenschaftlicher Assistent an der Universitäts-Kinderklinik; 1955-65 Aufbau und Leitung der Epilepsieambulanz und EEG-Abteilung, 1959/60 an der Harvard-Universität in Boston bei William Gordon Lennox. 1960 Habilitation für Pädiatrie („Psychomotorische Epilepsie im Kindesalter“); 1964 Berufung als Leitender Arzt an die damaligen „Korker Anstalten“. 1971 Michael-Preis -> Nachruf CEPI

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Hans Mayer (1950 - 2025)
Berlin

Deutscher Neuropsychologe und Psychotherapeut.
 Studium in Tübingen und Gießen. Ab 1980 am Epilepsiezentrum Kehl-Kork. 1989 Promotion.
-> Nachruf in CEPI

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Robert Naquet (1923 - 2005)

Französischer klinischer Neurophysiologe und Pionier der experimentellen Epileptologie Medizinstudium in Marseille; ca. 1948 erste Kontakte mit Henri Gastaut, langjährige Zusammenarbeit; 1952-53 Fellowships bei Giuseppe Moruzzi in Pisa, Italien, und 1953-54 bei Horace Magoun in Los Angeles; ab 1955 am französischen nationalen wissenschaftlichen Forschungszentrum C.N.R.S., 1972-91 Leitung des physiologischen Labors; 1977-1981 Präsident der International Federation of Clinical Neurophysiology. 1990 Epilepsie-Forschungspreis der American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics (ASPET).1995 „Ambassador for Epilepsy“. Jasper-Award 

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Ernst Niedermeyer (1920 - 2012)

Deutsch-US-amerikanischer Neurologe und Psychiater, klinischer Neurophysiologe und Epileptologe; musste sein in Wien begonnenes Studium wegen der jüdischen Abstammung seines Großvaters abbrechen; in die deutsche Armee eingezogen.1944 in Frankreich gefangen genommen und Transport in die USA; nach Kriegsende Rückkehr nach Österreich.1947 Abschluss des Studiums in Wien und Innsbruck; ab 1948 Assistenzarzt an der Innsbrucker Nervenklinik; Forschungsaufenthalt an der Salpêtrière in Paris und in Lyon. ab 1952 intensive Beschäftigung mit dem EEG; 1955 Habilitation; 1958-1960 kommissarischer Leiter der Neurologisch-Psychiatrischen Universitätsklinik Innsbruck, 1960 Wechsel in die USA: Iowa City. Ab 1965 Johns-Hopkins-Universita, dort Leiter der EEG-Abteilung und Associate Professor für Neurologie sowie ab 1973 auch für Neurochirurgie als Teil des epilepsiechirurgischen Programms um den Neurochirurgen A. Earl Walker. 1988 mit dem (Hans) Berger-Preis der Deutschen EEG-Gesellschaft.1998 Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie. 2000 Jasper-Award der US-amerikanischen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie; seit 2007 vergibt die Österreichischen Sektion der ILAE alle zwei Jahre einen nach ihm benannten Preis


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P Q R S

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Dietrich Palm (1932 - 2026)
Münster

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. 1950 nach dem Abitur Emigration in die Bunderepublik Deutschland, nachdem ihm in der DDR ein Studium verwehrt wurde; zunächst Studium der Mathematik und Physik in Karlsruhe, ab 1954/55 Medizinstudium in Münster, Zwischenstationen in Tübingen und Freiburg, Approbation 1960; 1960/61 Gastassistent bei Richard Jung in Freiburg, Facharztausbildung an der Universitäts-Kinderklinik Münster. Aufbau einer EEG-Ambulanz und Abteilung Neuropädiatrie; 1969 Habilitation. Gründungs- und langjähriges aktives Mitglied des Königsteiner Arbeitskreises.1973-1997 Professor und Leiter der Neuropädiatrie an der Universitätskinderklinik Münster - Nachfolger wurde sein Schüler Gerd Kurlemann

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Jürgen Peiffer (1922 - 2006)
Tübingen

Deutscher Nervenarzt und Neuropathologe, nach WWII Studium in München bis 1950; Promotion bei Georg Stertz. Facharztausbildung in München an der Deutschen Forschungsanstalt für bei Willibald Scholz, Aufenthalt in Freiburg bei Richard Jung, danach in Würzburg 1961 Habilitation für Neurologie und Psychiatrie; später Leitender Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik Gießen; 1964 Berufung als ordentlicher Professor für Neuropathologie und Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Tübingen. 1963 – als erster Preisträger Micael-Preis, gemeinsam mit Hermann Doose; 1989-92 Vorsitzender des Epilepsie-Kuratoriums. Autor zahlreicher Artikel und Bücher, darin kritischer Auseinandersetzung zum Verhalten von Neuropathologen und anderer Ärzte während des Nationalsozialismus

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Heinz Penin (1924 - 2020)
Bonn

Deutscher Neurologe, Psychiater und Epileptologe. 1947-1953 Medizinstudium und Promotion in Bonn, ab 1954 Facharztausbildung in Bonn, zunächst bei Kurt Pohlisch und Hans Walter Gruhle, später bei Hans Jörg Weitbrecht, EEG-Ausbildung in Freiburg bei Richard Jung. Oberarzt an der Universitäts-Nervenklinik, dort erstmalige Einführung der Video-EEG-Doppelbildaufzeichnung in die Epilepsiediagnostik; nach dem Tod von Hans-Jörg Weitbrecht im Jahre ab 1975 für mehrere Jahre kommissarische Leitung der Bonner Universitäts-Nervenklinik, dann Leiter der neuen Klinik für Epileptologie und 1979-1990 erster Lehrstuhlinhaber für Epileptologie in Europa. 1968-1969 Präsident der Deutschen EEG-Gesellschaft. Initiator und Sprecher des ersten Förderungsgsprogramms Epilepsieforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Gründungs- und Vorstandsmitglied des Epilepsiekuratoriums. 2012 Foerster-Medaille der DGfE -> Nachruf CEPI -> Nachruf ILAE



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Hellmuth Petsche (1923 - 2017)

Österreichischer Neurologe, Psychiater und Neurophysiologe. Studium in Wien, Würzburg und Innsbruck. Promotion 1948; Facharztausbildung an der Universitätsklinik Wien; ab 1961 Leiter der Abteilung für experimentelle Neurologie und Elektroenzephalographie an der Neurologischen Universitätsklinik Wien; 1963 Habilitation, 1973-1993 Vorstand des Instituts für Neurophysiologie der Universität Wien.1970 Gründungsherausgeber der „Zeitschrift für Klinische Neurophysiologie“; 1969 Berger-Preis, 1978 Michael-Preis 


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Franz Rabe (1929 - 1996)
Düsseldorf

Deutscher Neurologe und Epileptologe. Nach der Habilitation zunächst Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik in Düsseldorf; 1980-1994 Direktor der Neurologischen Klinik der Städtischen Kliniken Krefeld; er beschäftigte sich u.a. mit der Kombination epileptischer und nichtepileptischer Anfälle 

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Günter Rabending (1923 - 2023)
Greifswald

Deutscher Neurologe und Epileptologe. Studium in Greifswald Facharztausbildung in Rostock und Dresden. 1960-1973 Oberarzt in Magdeburg, Leitung der Abteilung für klinische Neurophysiologie; 1966 Habilitation; 1974-91 Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie Greifswald; 1975-1991 Leiter der EEG-Ausbildungskurse der Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR. 1976-83 Vorsitzender der Gesellschaft für Neuroelektrodiagnostik der DDR; 1983-1990 Vorsitzender der Sektion Epilepsie der DDR der ILAE


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Peter Röttgen (1910 - 1995)
Bonn

Deutscher Neurochirurg. Studium und Facharztausbildung (Chirurgie) in Bonn; Schüler von Wilhelm Tönnis. 1943 Habilitation, Mitgliedschaften u.a. in der NSDAP und SS; nach Entnazifizierung bald wieder Oberarzt der neurochirurgischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Bonn, ab 1954 Leitung der verselbstständigten Klinik für Neurochirurgie, 1978 Fedor-Krause-Medaille und Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie. 


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Karl-Friedrich Scheidemann (1912 - 1999)

Deutscher Jurist; nach dem Studium und Promotion 1934 u.a. Tätigkeit bei der Reichsbank in Stuttgart, 1947 Magistratsrat und Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Marburg, 1952-1976 leitender Beamter (zuletzt Ministerialdirektor) in verschiedenen, für Bildung und Forschung zuständigen deutschen Ministerien; ab 1974 Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Michael und 1976 Mitbegründer sowie lange Zeit stellvertretender Vorsitzender des Epilepsiekuratoriums, (Mit-) Herausgeber des ersten Epilepsieberichts für Deutschland


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Dieter Scheffner (1930 - 2009)
Berlin

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium in Innsbruck und Heidelberg. 1958-1962 Facharztausbildung an der Universitäts-Kinderklinik Kiel bei Hermann Doose, 1962-1969 Oberarzt und Leiter der Abteilung Neuropädiatrie an der Universität Homburg/Saar, 1967 dort Habilitation. 1969-1987 Direktor der Neuropädiatrischen Abteilung der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg. 1987-1998 Leiter der Abteilung Pädiatrie IV mit Schwerpunkt Neuropädiatrie an der Freien Universität Berlin, Klinikum Rudolf Virchow; langjähriges Mitglied des Königsteiner Arbeitskreises für Epilepsie. Gründungsmitglied, zweimaliger Präsident und Ehrenmitglied der Gesellschaft für Neuropädiatrie. -> Nachruf CEPI


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Ursula Schnäkel (1931 - 2020)

Deutsche Büroangestellte. 1945 in der DDR Lehre als Büroangestellte; 1961 Flucht nach West-Deutschland, nach Stationen u.a in Berlin, Frankfurt a. M. schließlich in Kehl-Kork. Kontakt zu Ansgar Matthes, ihr Mann wurde Leiter der Schreinerwerkstatt des Epilepsiezentrums 1971-1991 Leiterin der Geschäftsstelle der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie


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Gerhard Schorsch (1900 - 1992)
Bethel

Deutscher Neurologe und Psychiater sowie Epileptologe, Studium in Breslau, München, Würzburg und Leipzig; Facharztausbildung u.a. in Hamburg-Eppendorf (bei Max Nonne), Marburg (bei Ernst Kretschmer) und Leipzig (bei August Bostroem und Paul Schröder); 1935 Habilitation, Oberarzt und 1941-1945 außerordentlicher Professor an der Universitätsnervenklinik Leipzig; Mitglied der NSDAP, kritische Rolle in der NS-Zeit.1940-1967 Chefarzt des Epilepsiebereichs der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Gründung der Gesellschaft für Epilepsieforschung; 1957-59 Erster Vorsitzender der neu gegründeten Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie, 1969 Michael-Preis. 

Mehr zu Gerhard Schorsch auf unserer Website: HIER

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Gisela Schüler (1928 - 2013)

Deutsche Sozialarbeiterin; Ausbildungen in Volkskunsthandwerk und Hauswirtschaft, dann zur Wohlfahrtspflegerin / Fürsorgerin bis 1955; danach Anstellung im Sozialamt Spandau in Berlin; 1959 Wechsel in die Krankenhausfürsorge an das Städtische Klinikum Westend, das später zur Universitätsklinik wurde mit ab 1973 Besetzung eines Lehrstuhles für Neurologie durch Dieter Janz: ab 1975 Leitung des gesamten Sozialdienstes. Mit-Initiatorin und Organisatorin von Fachtagungen zur Sozialarbeit bei Epilepsie. 2001-11 Mitglied des Preisrichterkollegiums für die Vergabe des Sybille-Ried-Preises


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Walter Schulte (1910 - 1972)
Tübingen

Deutscher Psychiater. Tätig an der Universitäts-Nervenklinik Jena bei Hans Berger; ein früher wissenschaftlicher Schwerpunkt war die Epilepsie. Habilitation 1943 über „Die synkopalen vasomotorischen Anfälle“; 1947-1954 Leitender Oberarzt in Bethel im Haus Morija, danach bis 1960 Direktor der Psychiatrischen Anstalt Gütersloh; ab 1960 als Nachfolger Ernst Kretschmer Ordinarius für Psychiatrie und Neurologie in Tübingen; tradierte lange Zeit das Konzept einer epileptischen Wesensänderung. Gab als Buch heraus: "Epilepsie und ihre Randgebiete in Klinik und Praxis", J.F. Lehmann, München, 1964

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Karl Heinz Stauder (1905 - 1969)
München

Mediziner; zu Beginn seiner Laufbahn in München Assistent an der Nervenklinik unter O. Bumke. Einige Jahre intensive Beschäftigung mit Themen der Epileptologie: Arbeit an Analysen klinischer Symptome und klinisch-pathologischen Korrelationen, dies unter Einbeziehung pathoanatomischer Materialien von W. Spielmeyer/W. Scholz/K. Neubürger. Eine seiner wichtigsten Arbeiten ist "Epilepsie und Schläfenlappen" (1936), die erstmals die enge Beziehung bestimmter iktaler Symptome mit Läsion des mesialen Temporallappens durch Ammonshornsklerose nachweist. Interessante weitere Arbeiten. Ab 1937 in eigener Praxis tätig in München. In dieser Zeit sehr aktiv in der Wiederauflage von Epilepsia und Wiederbelebung der ILAE, 1939 zum ILAE-Vizepräsidenten unter WG Lennox gewählt. Unter dem Pseudonym Thomas Regau als Schriftsteller tätig. Zu KH Stauder läuft aktuell eine Dissertation an der FAU Erlangen.

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Erwin Stenzel (1921 - 2017)

Deutscher Neurologe und Epileptologe. Studium in Halle, Berlin und Freiburg im Breisgau, ab 1948 Assistent in der Universitäts-Nervenklinik Freiburg bei Richard Jung, dort später Aufbau der neuroradiologischen Abteilung; ab 1955 Oberarzt bei Rudolf Dreyer in Bethel. 1971-1985 als Nachfolger von Dreyer und Vorgänger von Peter Wolf leitender Arzt der Klinik Mara I und Chefarzt des Epilepsiebereichs der von Bodelschwinghschen Anstalten; wissenschaftliche Schwerpunkte waren u.a. der klinische Stellenwert von Konzentrationsbestimmungen von anfallssuppressiven Medikamenten im Blut, 1975-1989 Mitglied des Königsteiner Arbeitskreises für Epileptologie, 1986-1989 Vorsitzender  


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Leonie Stollreiter (1922 - 2011)
Heidelberg

Deutsche Neurologin, Psychiaterin und Epileptologin. Facharztausbildung in Heidelberg bei Paul Vogel und Kurt Schneider. Promotion über die Epilepsie des Fürsten Myschkin (Dostojewski). Oberärztin an der dortigen Universitäts-Nervenklinik, 1957 Niederlassung in Heidelberg; 1961-1965 erste ärztliche Geschäftsführerin im Aufbau befindlichen Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie; u.a. Autorin der über viele Jahre weit verbreiteten Aufklärungsbroschüre „Anfallskrankheiten – was jeder davon wissen sollte“. 1965 wegen „außerordentlicher sozialmedizinischer Leistungen auf dem Gebiet der Epilepsie“ Michael-Preis der Stiftung Michael 


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Wilhelm Tönnis (1898 - 1978)

Mediziner, Neurochirurg, Leiter der ersten unabhängigen Neurochirurgischen Abteilung in Deutschland (Uni Würzburg) und erster Lehrstuhlinhaber füe Neurochirurgie 1949-1968 in Köln. Wichtiger Korrespondenzpartner und Akteur als damaliger Vorsitzender des Gesamtverband deutscher Nervenärzte. Seine Kooperation mit G Schorsch führte letztlich zur Einordnung der Dt. Sektion der ILAE unter dem Dach des Gesamtverbandes und nicht etwa in anderer Organisationsform, was durchaus in der Diskussion war.

-> Näheres zur Person im Rektorenportrait der Uni Köln

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Hans-Martin Weinmann (1928 - 2020)
München

Deutscher Neuropädiater und Epileptologe. Studium und Facharztausbildung in München; Promotion 1953,1969 Habilitation an der TU München, 1978-83 kommissarischer Leiter der Kinderklinik der TU München. 2002 Meinhard-von-Pfaundler-Medaille des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.


Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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Gilbert C van Wessem (1912 - 1983)

Niederländer, in der pharmazeutischen Industrie tätiger Chemiker, der in die USA emigrierte. Dort wegen Epilepsie seiner Tochter Kontakt zu WG Lennox. 1953 durch seine Firma nach Deutschland versetzt. Zuvor durch Lennox ermuntert, in Deutschland Kontakte zu suchen und die (Neu)Gründung einer Deutschen Vertretung der ILAE zu befördern, was er sehr aktiv verfolgte durch Kommunikation, v.a mit KH Stauder, R Jung, W Tönnis, G Schorsch, D Janz. Er gab wichtige Impulse für die professionelle Öffentlichkeitsarbeit und die Einbeziehung von Laien & Patienten. Er wurde eines der ersten Ehrenmitglieder

-> wikipedia über GC van Wessem
-> Gilbert C. van Wessem. In: Epilepsy International News 1982; No. 68: 14-15 (n. erhältlich)
-> Gilbert C. van Wessem. Epilepsy International News 1983; No. 72: 3 (n. erhältlich)

Näheres und Quellen siehe Enzyklopädie der Epileptologie

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