Autofahren trotz Epilepsie

Die Erteilung einer Fahrerlaubnis für Menschen mit Epilepsie wird in einigen Fällen erleichtert. Der Gemeinsame Beirat für Verkehrsmedizin beim Bundesministerium für Gesundheit hat die Begutachtungsleitlinien "Krankheit und Kraftverkehr" von 1996 überarbeitet. Allgemein gilt immer noch: Wer epileptische Anfälle oder andere anfallsartige Bewusstseinsstörungen hat, ist in der Regel nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen zum Führen von Personenwagen und Motorrädern  gerecht zu werden, solange ein wesentliches Risiko von Rückfällen besteht. Das ändert sich aber beispielsweise dann, wenn Medikamente oder ein epilepsiechirgurgischer Eingriff dauerhafte Anfallsfreiheit herbeiführen. Bisher musste eine zweijährige Anfallsfreiheit nachgewiesen werden. Die neuen Richtlinien verkürzen den Zeitraum auf ein Jahr.  Ein Faltblatt mit den wichtigsten Inhalten der neuen Leitlinien  kann kostenlos unter folgender Adresse angefordert werden:

v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel, Dankort, Quellenhofweg 25, 33617 Bielefeld, Telefon 0521/144-3590

Quelle: Bundesverband e.V. Behindertenhilfe 09/01