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EURAP - EUROPÄISCHES REGISTER FÜR SCHWANGERSCHAFTEN UNTER ANTIEPILEPTIKA

Das Ziel von EURAP ist ein Vergleich der Sicherheit der verschiedenen Antiepileptika für das ungeborene Kind bezüglich der Häufigkeit von kongenitalen Fehlbildungen und von pränatalen Wachstumsverzögerungen.

Was ist EURAP?

EURAP ist ein Projekt von unabhängigen Forschergruppen, die sich auf ein gemeinsames Protokoll für die prospektive Erfassung von Schwangerschaften unter Antiepileptika-Exposition geeinigt haben. Das Ziel dieser Untersuchung ist die Erstellung eines europäischen Schwangerschaftsregisters.

Warum ein Schwangerschaftsregister?

Die Einnahme von Antiepileptika während der Schwangerschaft geht mit einem erhöhten Fehlbildungsrisiko für das Kind einher. Dennoch ist es in der Regel ratsam, die antiepileptische Medikation während der Schwangerschaft fortzuführen, da unkontrollierte Anfälle ein Risiko für den Föten darstellen.

In der großen Mehrzahl verlaufen Schwangerschaften unter dem Einfluß von Antiepileptika unkompliziert. Eine differenzierte Einschätzung des teratogenen Risikos, insbesondere für die neu entwickelten Antiepileptika, ist bisher jedoch nicht möglich.

Wie funktioniert EURAP?

EURAP ist eine reine Beobachtungsstudie und interferiert nicht mit der Therapie, die der behandelnde Arzt verordnet. Das Ziel des Projektes besteht in der Sammlung von Daten hinsichtlich der Risikofaktoren für kindliche Fehlbildungen, der Antiepileptika-Exposition während der Schwangerschaft, sowie der Häufigkeit und der Art kindlicher Fehlbildungen.

Die für das Register benötigten Informationen gehen nicht über das hinaus, was routinemäßig während einer Schwangerschaft unter Antiepileptika erfaßt wird, und es sind keine zusätzlichen Untersuchungen oder Vorstellungstermine notwendig.

Derzeit werden in Europa Netzwerke kooperierender Ärzte aufgebaut. Jede Region hat einen eigenen regionalen Koordinator und ein eigenes Register. Die teilnehmenden Ärzte können die Anmeldungen und Fallberichte ihrer Patientinnen an die regionalen Koordinatoren senden, welche die Berichte an das EURAP-Zentralregister in Mailand (Italien) weiterleiten.

Die Erhebungsbögen von EURAP sind über die regionalen Projektleiter erhältlich.

Alle Frauen, die zum Zeitpunkt der Konzeption Antiepileptika einnehmen, können eingeschlossen werden, unabhängig davon, ob die Behandlungsindikation eine Epilepsie oder eine andere Erkrankung ist.

Um eine ungefilterte Aufnahme der schwangeren Frauen in die Studie zu erreichen, soll deren Einschluß möglichst früh, spätestens jedoch bis zur 16. Schwangerschaftswoche erfolgen.

Die Daten werden in anonymer Form registriert, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Wer kann sich beteiligen?

Alle interessierten Ärzte, die Frauen betreuen, die während der Schwangerschaft Antiepileptika einnehmen, sind aufgefordert, sich an der Studie aktiv zu beteiligen. Weitere Informationen sind über die regionalen Koordinatoren erhältlich.
                                                                     Eurap-Kurzbeschreibung PDF 184 KB

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Bettina Schmitz
Vivantes Humboldt Klinikum
Chefärztin der Klinik für Neurologie
Am Nordgraben 2
13509 Berlin
Tel: 030-130 12 15 03
Fax: 030-130 12 22 47
E-mail:  eurap@vivantes.de