Größere Grippewelle wird 2010 erwartet

Die neue Grippe, genannt Schweinegrippe, führt auch bei Epilepsiepatienten und ihren Angehörigen zu Unsicherheiten, ob eine Impfung empfehlungswert ist. Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) erabeitete eine Stellungnahme, wobei eine Staffelung nach Impfdringlichkeit aufgeführt wird. Mit der Impfung der ersten drei Gruppen sollte umgehend begonnen werden, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. Dazu zählen folgende  Gruppen:

1. Beschäftigte im Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material haben

2. Personen ab einem Alter von 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z.B. : chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Malignome, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische und neuromuskuläre Grundkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte mit T- oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion

3. Schwangere (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen  - (Staffelung in sieben Gruppen)

Die ausführlichen Empfehlungen finden Sie in der PDF-Datei Stellungnahme Grippe

Die DGfE sowie der  Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin schließen sich der Ständigen Impfkommission bzw. des Robert-Koch-Institus an, Kinder ab dem 6. Lebensmonat zu impfen.

Auf Nachfrage der Deutschen Epilepsievereinigung (DE)  teilte das Robert-Koch-Institut mit, dass die gegenwärtige Datenlage keinen Rückschluss auf verstärkte ausgelöste Anfälle zum Impfstoff Pandemrix und antiepileptische Medikamente lässt.