14.11.2005

Viele Lehrer und selbst manche Eltern wissen nicht, dass hinter kurzzeitigen geistigen Abwesenheiten oder Träumereien  "Absencen" stecken könnten.  Absencen kommen bei Kindern besonders häufig vor und sind eine Form von epileptischen Anfällen.  Diese "Aussetzer"  betreffen beide Gehirnhälften. Das Kind kann sich nicht an diesen speziellen Zustand erinnern und ist während dieser Zeit auch nicht reaktionsfähig.  Absencen können einige Sekunden oder auch einige Minuten dauern.
Die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster (mit Forschungsteam Prof. Dr. H.-Chr. Pape, Dr. T. Kanyshkova und Dr. Th. Budde) hat nun herausgefunden, dass im Thalamus gesteuerte Aktivitäten durch erbliche Veränderungen (Mutationen) von Nervenzellen die Normalaktiviät gestört wird. Diese Erkenntnis könnte zu einer neuen spezifischen Therapie führen, indem neue Substanzen entwickelt werden. Es laufen bereits Studien mit der Arzneimittelindustrie.

weiter zu "Mentale Pause für das Gehirn"

Quelle: Informationsdienst  Wissenschaft v. 11.11.05