4.11.2014
Fieberkrämpfe bei Kindern
- neue Erkenntnisse in der Genforschung

Fieberkrämpfe kommen bei Kindern von drei Monaten bis zum 5.  Lebensjahr vor. Die Krämpfe ordnet man in einfach und kompliziert ein, wobei die Mehrzal eher einfach verläuft. Allein in Deutschland erleben 100 000 Kinder einen Fieberkrampf.

Ein internationales Forscherteam unter Tübinger Leitung stellte in der online-Publikation Nature Genetics am 2.11.14 einen neuen Schlüssel zum Verständnis der Krankheit vor, nämlich Mutationen im Gen STX1B und die damit verbundene Fehlfunktion des Proteins Syntaxin-1B.

Diese Mutationen sorgen schon bei mäßigem Temepraturanstieg für eine Störung der Botenstoffe an den Synapsen, die wiederum als Folge elektrische Fehlleistungen produzieren und damit zu epileptischen Fieberkrämpfen führen.

Dieser Erkenntnisgewinn ist ein weiterer Schritt, auch therapie-resistente Epilepsien im Erwachsenenalter besser zu verstehen.

Die ganze Pressemitteilung der Dt. Gesellschaft und der Dt. Gesellschaft für Epileptologie finden Sie hier.
Pressemitteilung