Die Pflegereform will für die Pflegebedürftigen, den Angehörigen und den Pflegenden  Erleichterungen verschaffen. Wohnortnahe Pflegestützpunkte sollen den Beratungsbedarf verbessern, Leistungen sollen schrittweise erhöht werden. Ab 1. Juli 2008 sollen im ambulanten Bereich Grundbeträge für Menschen mit Betreuungsbedarf eingeführt werden. Bisher wurde nur ein jährlicher Betrag von 460 Euro  gewährt. Dieser Betrag wird auf 1200 Euro bzw. auf 2400 Euro für Menschen mit allgemeinen höheren Betreuungsaufwand erhöht. Erstmals werden auch Leistungen für Menschen erbracht, die unter der Pflegestufe "0" geführt wurden (Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz). 

     Hauptaussagen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes:

  • Leistungen werden verbessert
  • Abbau von Schnittstellenproblemen – Heimärzte und Entlassungsmanagement
  • Verbesserung der Demenzbetreuung in Pflegeheimen
  • Stärkung der ambulanten Versorgung
  • Einführung einer Pflegezeit für Beschäftigte
  • Stärkung von Prävention und Rehabilitation in der Pflege
  • Mehr Qualität und Transparenz in den Einrichtungen
  • Unterstützung des generationsübergreifenden bürgerschaftlichen Engagements
  • Ortsübliche Entgelte der Pflegekräfte und andere Vergütungsfragen
  • Weniger Bürokratie – mehr Wirtschaftlichkeit
  • Stärkung der Eigenvorsorge und Anpassung der privaten Pflegepflichtversicherung an die Regeln des GKV-WSG
  • Finanzierung

Auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie den ausführlichen Text zum Gesetz: www.bmg.bund.de

Einen Überblick erhalten Sie über den Flyer des Bundesministeriums: Überblick Reform der Pflegeversicherung

Quelle: Newsletter des BMG vom 20.3.08